10/2013

Inhalt

  • Diesen Monat neu: Drei Arten des Glücks
  • Aufgelesen: Friedrich Schiller
  • Neuer Download: Die 7 Schritte zur Souveränität

Diesen Monat neu: Drei Arten des Glücks

Schon lange befassen sich Literatur, Poesie, Kunst und die Philosophie mit dem Thema „Glück“. Man hat festgestellt, dass Glück nicht gleich Glück ist. Vielmehr unterscheiden die Glücksforscher drei verschiedene Arten von Glücksgefühlen, die in verschiedenen Lebenssituationen unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Was ist Glück? Was macht Menschen glücklich? Was passiert dabei im Körper und was im Gehirn? Welchen Einfluss hat Glück auf die Gesundheit?

Wir unterscheiden heute drei Arten von Glücksgefühlen:

Typ A – „geschafft“
Die erste Art von Glück ist das „jugendliche Glück“. Wir haben Lust auf etwas, Appetit. Wir wollen etwas haben oder sein. Dieses Glück lässt das Herz springen, es ist unbeschreiblich groß, ein Hochmoment. Dieses Glück geht vorbei, wir können es nicht festhalten.

Typ B – „Schwein gehabt“
Über die zweite Form des Glücks wird weniger geredet. Kein Wunder, hat sie doch eher mit unangenehmen Dingen zu tun bzw. mit dem kurzen Aufatmen, wenn wir unangenehme Dinge überwunden haben oder abgewehrt wurden. Die Bewegung ist, anders als bei Typ A nicht „hin zu etwas“ sondern „weg von etwas“.

Typ C – „einfach da sein“
Die dritte Form des Glücks schließlich ist das, was man Verbundenheit nennt. Das Gefühl, miteinander einfach „sein“ zu können. Das Gefühl, genau richtig zu sein, jetzt, im Moment, hier und heute. Zufriedenheit mit dem, was das Leben einem bietet, mit sich selbst, mit anderen. Das Glück vom Typ C ist kein Glück, das mit großer Geste an die Tür klopft und sagt: „Hier bin ich!“ Es ist einfach da.

Wie kann man dem Thema „persönliches Glück“ ein bisschen auf die Sprünge helfen?

Dem Glück vom Typ A nachhelfen:

  • Suchen Sie sich Ziele und neue realistische Herausforderungen, auf die Sie „Lust“ und „Appetit“ haben. Setzen Sie sich ganz für diese Ziele ein, legen Sie sich ins Zeug und gehen Sie davon aus, dass Sie, auch wenn es mal den einen oder anderen Rückschlag gibt, Ihre Ziele erreichen werden.

Dem Glück vom Typ B nachhelfen:

  • Übernehmen Sie Verantwortung für das, was Ihnen passiert. Suchen Sie ihre Probleme systematisch danach ab, was daran lösbar und was eben unlösbar ist. Trauen Sie sich, lösbare Probleme anzugehen.
  • Sorgen Sie für Pausen. Von alleine gibt’s die heute nicht mehr. Halten Sie regelmäßige „innere Einkehr“: Haben Sie täglich mindestens eine Verabredung mit sich selbst, bei der Sie zur Ruhe kommen.
  • Bewegen Sie sich ausreichend. D.h. drei Mal die Woche einen strammen Spaziergang von einer halben Stunde. Bewegung reduziert nachweislich Stress.

Dem Glück vom Typ C nachhelfen:

  • Entwickeln Sie eine innere Haltung der Dankbarkeit. Francis Bacon hat gesagt: „Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind“. Warten Sie nicht darauf, dass das Glück anklopft.
  • Tun Sie etwas für andere. Seien Sie fürsorglich. Pflegen Sie Beziehungen und Freundschaften, und gehen Sie dabei auch durchaus in Vorleistung.
  • Entschuldigen Sie sich bei den Menschen, denen Sie Unrecht getan haben.
  • Sorgen Sie für Rituale im Alltag. Das ist gut und reduziert Stress.

Aufgelesen

Im engen Kreis
verenget sich der Sinn.
Es wächst der Mensch
an seinen größeren Zwecken.

Friedrich Schiller
dt. Dichter, Philosoph und Historiker, 1759-1805

Neuer Download

Passend zum heutigen Editorial verweise ich noch einmal auf folgenden Download:
http://www.morat-akademie.de/download/ma-download01.pdf

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