10/2012

Inhalt

  • Diesen Monat neu: Widmen Sie sich den Dingen, die Ihnen wichtig sind
  • Aufgelesen: Friedrich Hebbel
  • Neue Buchempfehlung: Warum Burn-out nicht vom Job kommt

Diesen Monat neu: Widmen Sie sich den Dingen, die Ihnen wichtig sind

Lassen Sie sich Ihren Alltag nicht ausschließlich von Terminen, Aufgaben und Projekten diktieren. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für sich selbst und für das, was Ihnen persönlich wichtig ist. Tätigkeiten, die Ihnen Freude, Erfüllung und Lebensqualität bescheren.

Versuchen Sie, folgende 4 Punkte einzuhalten:

  1. Privat: Was bewegt mich privat derzeit am meisten? Was werde ich in den kommenden 3 Monaten verändern/verbessern, und wie erreiche ich das?
  2. Beruf: Welche beruflichen Herausforderungen stehen an? Was werde ich beruflich verbessern/verändern, und wie erreiche ich das?
  3. Gesundheit: Gesundheit, Fitness und Wohlbefinden – was werde ich in den kommenden Monaten tun? Welches persönliche Ziel möchte ich mittelfristig erreichen?
  4. Freude/Anerkennung: Wem werde ich welche Freude bereiten? Worüber freue ich mich derzeit besonders? Welchen Wunsch erfülle ich mir?

Gewöhnen Sie sich an, in ruhigen Momenten systematisch über Ihr Leben nachzudenken. Erkennen Sie Notwendigkeiten zur Verbesserung Ihrer Lebenssituation. Dies aktiviert Ihre Kreativität und neue, bisher verborgene Wege zu entdecken. Dann brauchen Sie sich auch keine Gedanken zu machen zum Thema „Burn-out“.

Aufgelesen

Das Leben ist nur ein Augen-Öffnen
und Wieder-Schließen.
Darauf kommt’s an,
was man in der kleinen Mittelpause sieht.

Friedrich Hebbel, 1813-1863
deutscher Dramatiker und Lyriker

Neue Buchempfehlung:

Warum Sie „Warum Burnout nicht vom Job kommt“ lesen sollten:

Über die Volkskrankheit Nr. 1 wurde schon viel geschrieben, und der Tenor ist meist derselbe: Zu einem Burn-out kommt es, weil wir gestresst sind – aufgrund erhöhter Arbeitsdichte, größerer Verantwortung oder dauernder Erreichbarkeit.

Stimmt nicht, sagt Helen Heinemann, Stress-Expertin und Gründerin eines „Instituts für Burn-out-Prävention“. Im Auftrag einer großen Krankenkasse hat sie über 1.000 vom Burn-out betroffene Menschen betreut und ist zu einer neuartigen und gewagten Schlussfolgerung gekommen: Burn-out kommt nicht vom Job, es ist eine seelische Unzufriedenheit über den fehlenden Sinn im Leben.

Betroffen sind Manager genauso wie Hausfrauen, und wer das Übel an der Wurzel packen will, muss vor allem an seinem Rollenverständnis arbeiten. Wobei es die Autorin gerade den Frauen nicht leicht macht, dies zu tun: Einerseits werden Hausfrauen als besonders Burn-out gefährdet geschildert, wegen der mangelnden Erfolgserlebnisse, andererseits treibt der Rollenkonflikt jede berufstätige Familienfrau laut Heinemann fast zwangsläufig in den Burn-out.

Ich empfehle dieses Buch vor allem denjenigen, die von Burnout betroffen sind oder die jemanden kennen, der ausgebrannt ist.

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