Newsletter Ausgabe 07/2009

Newsletter Nr. 85 - Ausgabe 08/2009


Inhalt
  • Diesen Monat neu: Zeitmanagement
  • Aufgelesen: Joyce Carol Cates
  • Aktuell: Das Beste zum Schluss

Diesen Monat neu

Ach du liebe Zeit – was für eine Wortschöpfung: Zeitmanagement!

Eine Uhr lässt sich bekanntlich managen. Man sie vor- oder zurückstellen. Aber die Zeit... managen, führen, handhaben? Die Leitung über den Ablauf eines Geschehens übernehmen? Die Aufeinanderfolge der Augenblicke, Stunden, Minuten... verwalten?

Natürlich klingt „Zeitmanagement“ im engsten Sinne des Wortes erst einmal verlockend. Man nehme sich eine Portion Zeit, schüttle sie gut durch, stelle sie unter eine neue Leitung, teile sie frisch und munter ein – und schon ist das Zeitproblem behoben!

Aber, da wird uns die Zeit was husten. Während wir uns noch mit dem Management herumschlagen, schert sich diese überhaupt nicht darum und läuft von Minute zu Minute erbarmungslos weiter. Denn der Versuch, die Zeit in die kleinen Terminplaner oder sonst wohin zu pressen, wird zunichte gemacht. Besonders dann, wenn nicht die andere Seite der Fahnenstange – die konsequente Umsetzung der geplanten Aufgaben – berücksichtigt wird.

Ihr Terminkalender ist perfekt strukturiert. Keine zu erledigende Aufgabe scheint vergessen. Die Einteilung der ABC-Prioritäten geht locker von der Hand. Die Zeit-Puffer wurden genauso intensiv berücksichtigt wie die zu delegierenden Routine-Tätigkeiten. Alles in allem: Der Tag beginnt in heiterer Gelassenheit.

Doch dann kommen sie: Anrufe, Zwischenfragen, eine Krankmeldung, „kannst Du mal eben...“, technische Störungen, da und dort eine kleine Ermüdungserscheinung oder gar Unkonzentriertheit. Eine scheinbar undurchdringliche Entscheidungsvielfalt im Unternehmen und dann auch noch die nicht enden wollenden Meetings.

Gerade an diesen Ecken und Kanten unseres täglichen Allerleis geraten wir manchmal ein wenig ins Schleudern und verlieren immer wieder den sorgsam gehüteten Zeitplaner aus dem Blickfeld.

Was tun, um am Abend trotzdem zufrieden den Arbeitslatz zu verlassen?

  1. die einfache Variante: „Ich bin zu langsam für diese Welt.“
  2. Der Besuch eines Seminars zum Thema „Time-Management und Life-Leadership“ mit „Planen – Prioritäten setzen – Zeitfresser – Ziele – Stress“, Heidelberg, 1 Tag EUR 795,-. Na, wenn das keine zeitsparende Information ist – da keimt Hoffnung auf.
  3. Da die Zeit aber auch bei näherer Betrachtungsweise nicht zunimmt und sich die gefühlte Geschwindigkeit der Zeit laufend erhöht, lohnt folgender Blickwinkel: Haltung bewahren, intelligent Arbeitsstrukturen praktizieren, praktikables Wissensmanagement nutzen, Entscheidungsstrukturen dorthin verlagern, wo der Sachverstand am größten ist.

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Ferienzeit!


Aufgelesen

Zeit ist das Element,
in dem wir existieren.

Wir werden entweder von ihr getragen,
oder wir ertrinken in ihr.

Joyce Carol Cates (*1938)


Das Beste zum Schluss

Aufgeräumter Schreibtisch steht für Erfolg

Fünf „goldene Regeln“, die Ihnen helfen, besser als bisher durch den Arbeitstag zu kommen.

  1. Nur der Vorgang, den ich aktuell bearbeite, liegt auf meinem Schreibtisch. Alles andere befindet sich in der Ablage dort, wo es hingehört.
  2. „Papier muss stehen!“ Damit ist gemeint, dass Papier nur dann liegen darf, wenn ich daran arbeite. Wenn ich nicht daran arbeite, „steht“ Papier im Ordner oder in der Classei-Einstellmappe (http://www.classei.de).
  3. Ich produziere keine „Wanderdünen“, denn ich lege alles so ab, dass ich es innerhalb einer Minute (!) wieder finde (auch in der Ablage im PC).
  4. Wiedervorlage (in der Schweiz Pendenzen) verwalte ich in Outlook/Lotus Notes als eine Aufgabe mit Datum.
  5. Bei den E-Mails entscheide ich laufend: nach Kenntnisnahme löschen, oder weiter leiten, oder sofort bearbeiten, oder Wiedervorlage/Pendenz im Terminkalender oder im Archiv speichern.

Ziel: Der Posteingang ist abends leer. „Optische Ruhe“ (= Ordnung) am Arbeitsplatz sorgt für Konzentration, weniger Stress, Arbeitsfreude und eine bessere Eigenmotivation.


 

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