07/2013

Inhalt

  • Diesen Monat neu: Ziele setzen und erreichen – aber richtig!
  • Aufgelesen: Heinrich Pestalozzi
  • Neuer Download: Arbeitshilfe zum richtigen Üben

Ziele erreichen mit den richtigen Strategien - ganz feste wollen reicht nicht

Du musst das nur ganz fest wollen, dann schaffst du das auch. Einen besseren Tipp haben Freunde, Lehrer und auch Hollywood meist nicht zu bieten. Mit dem Rauchen aufhören, Spanisch lernen, eine Eins in Statistik schreiben - mit ein bisschen Selbstdisziplin müsste das doch zu schaffen sein. Ach ja?

Die traurige Wahrheit ist: Nur 10 Prozent aller Menschen gelingt es, solche langfristigen Ziele auch zu erreichen. Die erdrückende Mehrheit scheitert. Denn wir überschätzen unsere Selbstdisziplin massiv. Kein Grund zu verzweifeln: Den meisten Menschen fehlt schlicht und einfach nur die richtige Strategie. Viele nutzen sogar Strategien, die nicht nur komplett nutzlos sind - sondern dem Erfolg sogar im Weg stehen.

Was funktioniert:

  1. Mach’ einen Schritt-für-Schritt-Plan
    Unterteile Deine Ziele in konkrete, messbare und zeitlich überschaubare Teilziele
  2. Erzähl’ anderen Menschen von deinem Ziel
    Eine öffentliche Erklärung erhöht die Motivation, außerdem gewinnst du so Unterstützer und Beobachter, vor denen du dich rechtfertigen musst, wenn du dein Ziel nicht erreichst.
  3. Denke an die guten Dinge,
    die passieren werden, wenn du dein Ziel erreicht hast - aber verstricke dich nicht in unrealistische Phantasien. Noch besser: Notiere diese Verbesserungen und hänge die Liste so auf, dass du sie regelmäßig im Blick hast.
  4. Belohne dich,
    auch für kleine Fortschritte auf dem langen Weg zu deinem Ziel - so bleibst du motiviert.
  5. Notiere deine Fortschritte
    in einem Tagebuch als Bild (Grafik oder Zeichnung).

Was nicht funktioniert:
Vergleiche dich nicht mit jemandem, der ein ähnliches Ziel erreicht hat - so motivierst du dich nicht, sondern setzt dich unnötig unter Druck und schadest deinem Selbstwertgefühl.

Denke nicht an die schlimmen Dinge, die passieren, wenn du dein Ziel nicht erreichst - Angst blockiert deine Lernfähigkeit.

Versuche nicht, negative Gedanken oder Gefühle, die mit deinem Ziel zu tun haben, zu unterdrücken. Das braucht zu viel Energie. Sprich lieber mit jemandem, dem du vertraust, über diese Gedanken.

Verlasse dich nicht auf deine Willenskraft.

Vermeide übertriebene Phantasien darüber, wie toll dein Leben sein wird, wenn du dein Ziel erreicht hast. Solche Phantasien gaukeln deinem Gehirn vor, du hättest dein Ziel schon erreicht - so wirst du dich erstens weniger anstrengen und zweitens leichter aufgeben, wenn es schwierig wird.

Diese Tipps erscheinen auf den ersten Blick selbstverständlich - dennoch gehören sowohl die sinnvollen als auch die schädlichen Strategien zu den 10 häufigsten Methoden, mit denen Menschen versuchen, ihre Ziele zu erreichen.

Über ein Jahr lang hat der Psychologe Richard Wiseman von der University of Hertfordshire (England) Tausende von Studienteilnehmern dabei beobachtet, welche Strategien sie anwenden, um ehrgeizige Ziele zu erreichen - und mit welchem Erfolg. Dabei gaben die Teilnehmer so unterschiedliche Ziele an wie "mit dem Rauchen aufhören", "einen Abschluss machen", "Gewicht verlieren" oder "einen neuen Job finden". Die oben stehenden Listen sind das Ergebnis dieser Studie.
Rückschläge einplanen: Sechsmal ist normal

Und noch ein guten Tipp hat die Psychologie parat: Plane dein Scheitern mit ein und überwinde es. Wenn es dein Ziel ist, dir ein bestimmtes Verhalten an- oder abzugewöhnen, dann musst du dich auf Rückschläge gefasst machen: Sechsmal, haben Psychologen herausgefunden, scheitert man im Schnitt, bis es einem gelingt, das ersehnte Ziel auch zu erreichen.
Und jetzt? Üben, üben, üben

Die meisten langfristigen Ziele erfordern neben der richtigen Strategie auch regelmäßiges Üben. Stell dir vor, du wärst ein Leistungssportler und mache es wie dieser: Trainiere regelmäßig und immer so lang, bis du deine bisherigen Grenzen leicht überschritten hast. Wenn du letzte Woche fünf Kilometer gelaufen bist, versuche diese Woche fünfeinhalb zu schaffen. Frust und Rückschläge dürfen dich dabei nicht entmutigen.
Aristoteles wusste schon vor 2.000 Jahren
"Wir sind, was wir immer wieder tun."

Aufgelesen

Wenn der Mensch sich etwas vornimmt,
so ist ihm mehr möglich als man glaubt.

Johann Heinrich Pestalozzi
Schweizer Reformpädagoge, 1746-1827

Neuer Download

Haben auch Sie ihre liebe Mühe mit dem Finden von Zielen? Der folgende Download soll Ihnen zeigen, worauf Sie achten müssen:
http://www.morat-akademie.de/files/MA_D_201306_Richtig ueben.pdf

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