06/2014

Inhalt

  • Diesen Monat neu: Moderne Büros
  • Aufgelesen: Weisheit aus der Ukraine
  • Neuer Download: Worauf es am Schreibtisch wirklich ankommt

Moderne Büros

Die Zeit der langen Gänge, geschlossenen Türen und "Einzelzellen" als Büroneigen sich dem Ende entgegen. Weil wir immer weniger verwalten und immer mehr gestalten ändern sich auch die Bürolandschaften. Aber wie?

Ich mag offene Bürotüren. Sehr sogar. Die Möglichkeit, sie hin und wieder zu
schließen, sollte bestehen. Kommt aber extrem selten vor. In einem Großraum-Büro habe ich nie gearbeitet, wohl aber in einem mit vier Schreibtischen. Klappte auch gut. Was mir aber am besten gefällt ist, die Wahl zu haben. Die Wahl, möglichst mehrere Räume so zu nutzen (und zu gestalten), wie es gerade zur Tätigkeit oder beruflichen Situation passt. Was in der Regel allerdings mit ziemlichem Aufwand verbunden ist.

Glaubt man den Fachleuten, die sich mit zukünftigen Bürolandschaften befassen, dann liege ich mit meinen Vorlieben ziemlich genau "im Trend". Hier kommen vier Faktoren, die den Menschen, die vor allem kreativ und gestaltend arbeiten, sehr entgegen kommen:

1. Platz
Menschen brauchen zum Denken Platz und freie Räume. Dazu gehören großeSchreibtische und Raum zum Herumwandern. Nachvollziehbar, oder? Enge Räume führen zu engem Denken, weite Räume weiten das Denken. Ein schönes Bild...

2. Anpassbarkeit
Schon immer haben Menschen ihren Arbeitsplatz gestaltet. Wenn aber die Schreibtische praktisch im Boden verankert sind und die Aktenschränke
unbewegliche Stahlkolosse, bleibt wenig Raum für Gestaltung. Sein Büro nicht nur alle zwei Jahre umzugestalten, sondern dies jederzeit zu können, wenn es die Situation erfordert, das ist eine schöne Vorstellung.

3. Begegnung
Menschen sollten sich zufällig über den Weg laufen. Dazu sind entsprechende Wege und Treffpunkte gut. Meine Erfahrung zeigt, dass solche Treffpunkte (Teeküche, Kopierer, Drucker, Kaffeeautomat, Sitzecken) noch so toll geplant sein können - ob sie zu wirklichen Treffpunkten werden, entscheidet der Alltag. Auch hier gilt vermutlich, dass die Räumlichkeiten so flexibel wie möglich nutzbar sein sollten.

4. Zusammenarbeit
Für mich ein ganz wichtiger Aspekt. Wenn Menschen sich gegenseitig in ihrer Kreativität anregen sollen, dann muss es einen freien Zugang zu den dazu notwendigen Arbeitsmitteln geben. Ein Flipchart im Raum kann Wunder wirken. Es kann auch eine einfache Tafel sein. Oder ein großer Tisch in der Mitte, auf dem Dinge ausgebreitet werden können. All das hilft wenig, wenn rund um diesen Tisch tonnenschwere Stühle stehen, die man erst mühsam wegrücken muss.

Das Gleiche gilt für Besprechungszimmer - wenn diese so eng sind, dass man nur mühsam um die sitzenden Kollegen herum kommt, um etwas an der Wand zu zeigen, bleiben wir sitzen - und mit uns unsere Ideen.

Und wie sieht Ihr kreativer Raum aus?

Aufgelesen

Erfolg ist wie ein Koffer ohne Griff –
schwer zu tragen, aber zu schade,
um ihn stehen zu lassen.

Weisheit aus der Ukraine

Neuer Download

Der nachfolgende Link zeigt, worauf es im Büro-Alltag wirklich ankommt:
http://www.morat-akademie.de/download/schreibtischchaos.pdf

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