Ausgabe 05/2011

Inhalt

  • Diesen Monat neu: Persönlichkeitsmodell für Führungskräfte
  • Aufgelesen: Ralph Waldo Emerson
  • Aktuell: neuer Download

Diesen Monat neu: Persönlichkeitsmodell für Führungskräfte - wie Menschen ticken

Top-Führungskräfte leiten globale Konzerne mit vielen hunderttausend Mitarbeitern. Sie bewegen Milliardensummen – und sind doch Menschen wie du und ich. Denn auch ihr Fühlen, Denken und Handeln wird maßgeblich vor der Geburt und in den ersten Jahren der Kindheit geprägt und lässt sich danach kaum mehr verändern. Allerdings kann man dies durch trainierte Verhaltensweisen kaschieren. Erst in Krisenzeiten brechen diese Fassaden dann zusammen.

Was solche Eindrücke verstärkt: wie Manager mit Krisensituationen umgehen. Sind hoch bezahlte Führungskräfte überhaupt in der Lage, adäquates Krisenmanagement zu betreiben? Oder bricht nicht gerade in solchen außergewöhnlichen Situationen durch, was diese Menschen im Unterbewusstsein ausmacht?

Der Gehirnforscher Gerhard Roth geht der Frage nach, warum Manager so sind wie sie sind – und bisweilen sogar kriminell werden. Grundlage ist ein Modell der neurobiologisch-psychologischen Forschung, welches die Persönlichkeit eines jeden Menschen auf vier Ebenen beschreibt:

  1. Temperament: Ausdauer, Geduld, Selbstvertrauen, Kreativität und Offenheit gegenüber Neuem, Vertrauen, Misstrauen, Pünktlichkeit, Ordnungsliebe, Zuverlässigkeit und Intelligenz sind angeboren und liegen schon vor der Geburt in großen Teilen fest. Diese Merkmale sind durch Erfahrung und Erziehung nicht oder nur sehr schwer zu beeinflussen.
  2. Emotionale Prägung: In den frühen Jahren der Kindheit lernen wir, was gut und lustvoll einerseits und schlecht und schmerzhaft andererseits ist. So wird festgelegt, wie wir mit Stress, Furcht, Erfolg, Unsicherheit und Risiken umgehen. Es entwickeln sich Leistungsmotivation und Ehrgeiz sowie die Abhängigkeit von Lob und Anerkennung.
  3. Soziales Verhalten: Durch soziale Erfahrungen in der späten Kindheit und in der Jugend entwickeln sich Moral und Ethik, Empathie, Mitleid, Hilfs- und Kommunikationsbereitschaft. Es zeigt sich, welche Bedeutung das Streben nach Erfolg, Anerkennung, Ruhm, Macht, Liebe und soziale Nähe haben.
  4. Sprachliche Kommunikation: Zuletzt entwickeln wir ein Bild dessen, wer oder was man sein will, und wie man gegenüber anderen erscheinen möchte. Wir lernen Selbstdarstellung und Diplomatie – aber auch Verstellung und Selbstbetrug, um voran zu kommen.

Unser Fühlen, Denken und Handeln wird von allen Ebenen beeinflusst – aber in sehr unterschiedlicher Weise. Temperament und emotionale Prägung beeinflussen uns sehr stark und sind im Erwachsenenalter nicht mehr beeinflussbar. Bewusstes soziales Verhalten und sprachliche Kommunikation lassen sich zwar verändern, sie steuern aber unser Fühlen, Denken und Handeln nur insoweit, wie die beiden ersten Ebenen dies zulassen. Sie lassen sich aneignen und trainieren und geben oft eine nützliche Fassade ab. In Krisenzeiten fallen sie aber schnell ab, so dass das wahre Ich (Ebenen 1 und 2) zum Vorschein kommt.

Und dann sind auch anerkannte Führungskräfte nur Menschen wie Du und ich...


Aufgelesen

Jedes Mal,
wenn Du dich aufrichtig freust,
schöpfst Du Nahrung
für den Geist.

Ralph Waldo Emerson, 1803-1882, amerikanischer Philosoph


Aktuell: neuer Download

Die Geschichte vom toten Pferd

Haben auch Sie gelegentlich das Gefühl, beruflich oder privat auf einem toten Pferd zu sitzen? Der neue Download zeigt nicht ganz ernst gemeinte Möglichkeiten auf, wie man mit toten Pferden umgeht. Viel Spaß!

Hier der Link: http://www.morat-akademie.de/files/Totes_Pferd.pdf

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