03/2016

Inhalt

  • Diesen Monat neu: Mitarbeitergespräche richtig führen!
  • Aufgelesen: August Bebel

Mitarbeitergespräche richtig führen: Vorbereitung ernst nehmen

Je klarer unsere Gedanken sind, umso besser können wir diese unserem Gesprächspartnern vermitteln. Ein präziser Gedanke führt zu einer klaren Sprache und einem strukturierten Handeln. Geht es also, wie in einem Mitarbeitergespräch, um den Dialog, um Veränderungen in der Organisation oder andere gemeinsame Vorhaben, sollte eine entsprechende Vorbereitung selbstverständlich sein. Tür- und Angelgespräche haben beim Small¬talk vielleicht noch ihre Berechtigung, geht es um die Zusammenarbeit im beruflichen Umfeld, signalisiert ein wertvoller Rahmen eine Wertschätzung dem Gesprächspartner gegenüber.

Aber auch für die Mitarbeiter hat eine gute Vorbereitung Vorteile: Es macht sie sicherer, sie sind in der Lage, durch eine umfassende Recherche im Vorfeld und Kenntnis aller Fakten, auch unangenehme Themen ansprechen und haben das gute Gefühl, das Ruder selbst in der Hand zu haben.

Bei einem Mitarbeitergespräch ist es grundsätzlich wichtig, dieses möglichst ungestört (ohne Telefonanrufe, Unruhe durch ständige Störungen oder Lärm, weil das Gespräch beispielsweise in Produktionsnähe stattfindet) führen zu können. Was spricht dagegen, ein Mitarbeitergespräch an einen ungewöhnlichen, inspirierenden Ort zu verlegen? Vielleicht ein solches Gespräch sogar einmal mit einem Spaziergang in der freien Natur zu verbinden?

Die richtigen Fragen stellen - Feedback zulassen

Oft werden Mitarbeitergespräche nur deshalb geführt, weil etwas schief gelaufen ist, durch organisatorische Umstrukturierungen auch Veränderungen für den Mitarbeiter anstehen oder es ansonsten irgendwelche nicht so erfreuliche Themen zu besprechen gibt. Dann spricht meistens der Vorgesetzte und der Mitarbeiter hört zu.

Der Sinn eines Mitarbeitergesprächs ist grundsätzlich ein anderer: Bei einem Austausch soll zum Beispiel auch das Eigenbild mit dem Fremdbild verglichen werden und jeder Gesprächspartner sollte wertvolle Impulse erhalten. Grundlage dafür ist es, weniger zu reden und mehr zu fragen. Die richtigen Fragen zum passenden Zeitpunkt erhöhen das Ergebnis. Dies schließt natürlich ein, dass die Führungskraft genauso offen für ein Feedback ist, wie sie dies vom Mitarbeiter erwartet. Oft sind wir in unseren Gedanken und Wahrnehmungen sowie der eigenen Erwartungshaltung so gefangen, dass nur ein offenes und direktes Aufzeigen ermöglicht, neue Wege (und seien diese erst einmal nur im eigenen Kopf vorhanden) zu beschreiten.

Nutzen Sie die folgenden Tipps, damit Mitarbeitergespräche im Unternehmen zukünftig als Bereicherung gesehen werden und die Ergebnisse für alle Beteiligten ebenso deutlich erkennbar wie erfreulich ausfallen:

  • Bereiten Sie sich auf jedes geplante Mitarbeitergespräch – das gilt für den Vorgesetzten ebenso wie für den Mitarbeiter – gewissenhaft vor.
  • Sorgen Sie als Führungskraft für ein angenehmes Gesprächsklima.
  • Führen Sie durch Fragen das Gespräch, nutzen Sie öffnende Fragen (Wer?, Wie?, Was?, Warum, Welche?), damit Informationen fließen.
  • Definieren und vereinbaren Sie ein gemeinsames Gesprächs-Ziel.
  • Nutzen Sie die pro-aktive Sprache, und zeigen Sie damit Souveränität.
  • Verbleiben Sie am Ende des Mitarbeitergesprächs konkret.
  • Überzeugen Sie, falls nötig, mit Begründungen.
  • Seien Sie authentisch in Mimik, Gestik und Sprache.
  • Egal was Sie sagen, wichtig ist, was Ihr Gesprächspartner versteht.

Und nun: Viel Erfolg!

Aufgelesen

Lobt Dich der Gegner,
dann ist das bedenklich.
Schimpft er, dann bist Du in der Regel
auf dem richtigen Weg.

August Bebel, 1840-1913
deutscher Politiker und Publizist, Mitbegründer der SPD

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