03/2014

Inhalt

  • Diesen Monat neu: Treffpunkt Kaffeemaschine
  • Aufgelesen: Honoré de Balsac

Treffpunkt Kaffeemaschine

Begegnungsräume fördern kreative Interaktionen

Wissensarbeit ist vor allem auf Informationsaustausch und sozialen Kontakt angewiesen. Und das passiert gewöhnlich an Orten, an denen Menschen sich treffen. Kann die Anordnung von Räumen dies fördern? Klar, kann sie. Durch die Gestaltung der Infrastruktur und die Platzierung von Möbeln lässt sich direkte Kommunikation positiv beeinflussen. Studien zeigen, dass die Anzahl sozialer Interaktionen am größten ist, wenn die Menschen nicht mehr als 10 Meter voneinander platziert sind.

Bei der hier vorgestellten Studie wurden Mitarbeiter in einem Schweizer Pharmaunternehmen, in dem die Bürozone, Kaffeezone und Begegnungszone eng beieinander liegen, beobachtet. Es wurden 19 Interviews geführt und am Ende 61 Fragebögen ausgewertet. Ergebnis: Nett gestaltete Räumlichkeiten wirken sich auf die Arbeitsatmosphäre aus, kurze Interaktionen finden vor allem in den Kaffeezonen statt.

Wenn Menschen länger zusammenkommen, dann gehen sie in die Begegnungszonen, die sie den Meetingräumen vorziehen. Es sollte nur eine Kaffeezone geben, und die sollte ziemlich zentral liegen. Erstaunliche Erkenntnis: Hätte jeder seine eigene Kaffeemaschine auf dem Schreibtisch, gäbe es keinen Grund, sich in die Kaffeezone zu begeben. Zusätzliche Rückzugsräume sind dennoch wichtig, weil in den offenen Räumen Lärm ablenkt und die Konzentration beeinträchtigt wird.

Voraussetzung für eine derartige Bürolandschaft ist allerdings eine Führungskultur, die auf Vertrauen in die Leistungsbereitschaft der Mitarbeitenden basiert. Für Chefs, die Angst haben, Mitarbeiter würden zu oft „nichts tun“, für die ist das genannte Beispiel der reine Horror.

Aufgelesen

Das Schönste am Leben
sind die Illusionen darüber.

Honoré de Balsac, 1799-1850,
französischer Schriftsteller

Newsletter