01/2016

Inhalt

  • Das Neue Jahr
  • Aufgelesen Johann Wolfgang von Goethe

Das Neue Jahr

Sind Sie bereit für das Neue Jahr 2016? Haben Sie Listen gemacht mit Wünschen, Absichten, Zielen und Terminen?

Damit Sie nicht schon gleich zu Anfang in Stress geraten, nehmen Sie sich bitte einige Minuten Zeit und versuchen Sie, Ihre Wahrnehmung darüber zu verändern, was wirklicher Erfolg für Sie bedeutet.

Je mehr ich in den letzten Jahren gelernt und verstanden habe wie die Dinge funktionieren, desto mehr wurde mir klar, dass unsere ganze Zufriedenheit, unsere Balance und unser Glück davon abhängen, auf welche Art und Weise wir Erfolg messen bzw. was wir als Erfolg werten.

Wir sind in unserer Kultur darauf getrimmt, Erfolg daran zu messen, ob wir unsere Ziele erreicht haben (z.B. Karriere, Gewichtsabnahme, Geld, etc.). In anderen Worten: Wir setzen uns Ziele, und wenn wir sie erreichen, sind wir stolz und glücklich. Wir haben es geschafft und sind etwas wert. Wenn wir sie nicht erreichen oder es nicht schaffen, dann fühlen wir uns als Versager. Wir genügen nicht. Wenn Eltern, Lehrer, Chefs oder Partner uns nicht beurteilen, machen wir das gewohnheitsmäßig selbst. Ein befreundeter Psychiater meinte dazu vor kurzem „das Über-Ich kann sehr grausam sein“.

So erschaffen wir uns selbst Sorgen (was ist, wenn ich es nicht schaffe?), Ängste (wird xy mich verlassen, wird mir gekündigt, gehe ich pleite, werde ich nie wieder ganz gesund etc.) und manchmal sogar Depressionen (wenn ich es dieses Mal nicht schaffe, sehe ich keine Hoffnung mehr….).

Sie werden niemals glücklich oder auch nur zufrieden sein, solange Sie sich auf das fokussieren, was Sie nicht erreicht haben. Überlegen Sie stattdessen folgendes: Sie können Ihre Erfolge messen und trotzdem zufrieden und glücklich sein, wenn Sie darauf schauen, woher Sie kommen, und wer Sie jetzt sind.
 
Nehmen auch Sie wahr, wie sehr Sie sich in jedem Bereich Ihres Lebens entwickelt haben – auch wenn es nur kleine Fortschritte sein mögen. Anstatt sich auf das zu fokussieren, was falsch gelaufen ist oder nicht geschafft wurde, schauen Sie auf die Fortschritte der jüngeren Vergangenheit (auch die kleinen), und klopfen Sie sich ruhig mal auf die Schulter. Machen Sie eine Liste mit Erfolgserlebnissen.

Ich meine das ernst. Machen Sie sich eine Liste Ihrer Erfolge.

Steigen Sie aus dem grausamen und unproduktiven Spiel des sich selbst Be- und Verurteilens aus! Be- und verurteilen Sie weder sich selbst noch andere. Das schwächt Sie und auch denjenigen, mit dem Sie das tun. Hat das Vorteile für Sie? Wollen Sie sich selbst und andere Menschen wirklich schwächen oder vielleicht doch lieber stärken?

Ich wünsche Ihnen ein gutes und Erfolg-reiches Jahr, damit Sie immer öfter Grund haben, sich selbst auf die Schulter zu klopfen!

Aufgelesen

Das Neue Jahr sieht mich freundlich an,
und ich lasse das alte
mit seinem Sonnenschein und Wolken
ruhig hinter mir.

Johann Wolfgang von Goethe

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