01/2014

Inhalt

  • Diesen Monat neu: Zwischen den Jahren
  • Aufgelesen: Laotse
  • Download: Jahresziel-Planung 2014

„Zwischen den Jahren...“

Der Jahreswechsel lädt uns ein, über die Zeit nachzudenken.

„Zwischen den Jahren“ ist die Zeit zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel. In der Schweiz wird sie Altjahrswoche genannt, in Norddeutschland „twische de dage“ oder „twasche ujl en nai“ (friesisch), woanders auch „Raunächte“. Unsere Vorfahren haben mit Weihrauchritualen den Teufel aus den Ställen vertrieben. Die zwölf Nächte dieser Zeit beginnen am 25. Dezember und enden mit dem 6. Januar. Ihren Ursprung haben sie im Mondjahr.

Ein Jahr aus zwölf Umläufen des Mondes um die Erde hat 354 Tage. Die Differenz zu den 365 Tagen des Sonnejahres war außerhalb der Zeit. Alte Mythologien gehen davon aus, dass hier die Grenzen zu anderen Welten fallen, die Gesetze der Natur außer Kraft sind und magische Rituale uns Zauberkraft verleihen. Die weströmische Kirche hat das Geburtsfest Christi an den Anfang, die oströmische Kirche an das Ende dieser Zeit gelegt. So ist es heute in der orthodoxen Kirche.

Die Römer hatten ursprünglich die Neun-Tage-Woche und ein zehnmonatiges Jahr: Decimus (Dezember) war der zehnte Monat, an den zwei kürzere Schaltmonate angehängt wurden. Beim Kalender geht es auch um Macht, um die Deutung der Zeit als göttliches Werk. Die Ägypter hatten den Sonnenkalender. Der römische Kaiser Gaius Julius Caesar hatte ihn durch seine Geliebte Kleopatra VII., letzte Königin des ägyptischen Ptolemäerreichs, kennen gelernt.

Am 23. Februar des Jahres 46 v. Chr. führte Caesar den Sonnenkalender im römischen Reich ein. Jahresende war der 24. Dezember. Der Beginn des neuen Jahres war der 6. Januar. Die Zeit zwischen den Jahren hat die Menschen zur Besinnung, zur Meditation, zur Stille eingeladen, um die inneren Kräfte für die Anforderungen des neuen Jahres zu sammeln. Im Jahr zuvor, 47 v. Chr., wurde ein „annus confusum“ eingeschoben, um den Übergang vom Mond- zum Sonnenkalender zu ermöglichen – mit 455 Tagen das längste Jahr der Geschichte.

Wiederum am 23. Februar 1582 wurde durch eine Bulle von Papst Gregor XIII. der gregorianische Kalender eingeführt. Die zehn Tage Differenz seit Caesars Reform sind ausgeglichen worden, indem der Tag nach dem 4. Oktober der 15. Oktober war. Viele Protestanten akzeptierten den Gregorianischen Kalender nicht. Trotzdem wurde im Jahre 1691 der letzte Tag des Jahres in die Mitte der zwölf Tage „zwischen den Jahren“ gelegt und nach Papst Silvester I. benannt. Im Jahre 1700 wurden der katholische und der evangelische Kalender vereinheitlicht.

Der christliche Kalender wird nicht nur vom Islam nicht anerkannt, sondern stimmt auch mit dem gregorianischen Sonnenkalender nicht überein. Wir haben die Spuren des Mondkalenders nicht nur in asiatischen Kulturen, sondern auch in unserem kirchlichen Kalender. Ostern ist am Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond.

Quelle: Wolfgang Berger, www.business-reframing.de

Aufgelesen

Plane das Schwierige da,
wo es noch leicht ist.
Tue das Große da,
wo es noch klein ist.

Alles Schwere auf Erden
beginnt stets als Leichtes.
Alles Große auf Erden
beginnt stets als Kleines.

Laotse, chinesischer Philosoph,
etwa 6. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung

Download Jahresziel-Planung 2014

Haben Sie sich schon Gedanken über das gerade begonnene Jahr gemacht? Wenn nein, dann wird es jetzt langsam Zeit:

  • Was muss in 2014 unbedingt geschehen und duldet keinen Aufschub (mehr)?
  • Was hätte ich in den zurückliegenden Jahren schon längst erledigen sollen?
  • Was ist „nice to have“?

Der beigefügte Download unterstützt Sie bei ihren Überlegungen. Sprechen Sie die Ergebnisse unbedingt mit Ihrem sozialen Umfeld ab.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

http://www.morat-akademie.de/files/Jahreszielplanung.pdf

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