Ausgabe 01/2010

Newsletter Nr. 90- Ausgabe 01/2010


Inhalt

  • Diesen Monat neu: Perspektiven 2010
  • Aufgelesen: Ralph Waldo Emerson
  • Aktuell: etwas Nachdenkliches

Diesen Monat neu: Perspektiven 2010 - Zeit, sich auf sich selbst zu verlassen

Der Managementdenker Tom Peters wies bereits vor fast 20 Jahren darauf hin, dass wir im Beruf und in den Unternehmen ein neues Selbstverständnis brauchen. Peters interpretierte in einer Zeitungskolumne mit dem Titel A Return to Self-Reliance das Anwachsen der Selbstständigkeitsrate als eine Rückbesinnung auf den Geist des Philosophen Ralph Waldo Emerson. Dieser setzte 1841 in seinem Essay Self-Reliance auf die Fähigkeit, sich auf sich selbst zu verlassen. In den Industrieländern hat die Selbstständigkeitsrate zugenommen und liegt momentan zwischen 10 und 15 Prozent.

Hierin sieht Peters ein positives Signal, um möglicherweise wieder das Verhältnis von 1900 zu erreichen, als knapp die Hälfte der Erwerbstätigen selbstständig war. Nicht den Zustand einer hohen Rate von angestellten Beschäftigungsverhältnissen sieht Peters als normal an.

Was mittelfristig kommen wird: Die Organisation als Kleeblatt
Für viele Beschäftigte ist Selbstständigkeit aus vielerlei Gründen aber keine Option. Sie suchen beispielsweise bei der Arbeit nach einem Klubgefühl. Man möchte dazugehören. Aber Organisationen brauchen heute immer weniger Mitglieder, die da sind und das Klubgefühl pflegen.

Der Sozialphilosoph Charles Handy stellt fest, dass Organisationen heute mehr Organisers als Arbeitgeber sind und bringt die weitere Entwicklung damit auf den Punkt. Unsere Vorstellung von Organisation deckt sich nicht mehr mit der Wirklichkeit der Organisation. Organisationen haben für Charles Handy neue Strukturen bekommen und sind zu Kleeblättern geworden.

Die Kleeblattorganisation besteht aus drei Teilen:

  1. Das Blatt der Stammbelegschaft besteht aus dem Management und wichtigen Mitarbeitern. 
  2. Das zweite Blatt wird von externen Spezialisten gebildet, die zu einzelnen Projekten hinzugezogen und nach Leistung entlohnt werden. 
  3. Die letzte Gruppe sind flexible Arbeitskräfte, die nur bei Bedarf eingestellt werden.

Wir werden uns daran gewöhnen müssen, unsere Arbeitszeit nicht mehr allein an bestehende Organisationen verkaufen zu können. Wir werden lernen müssen, Vollzeitbeschäftigung durch Teilzeitbeschäftigung, Teilzeit-Selbstständigkeit oder Vollzeit-Selbstständigkeit zu kombinieren.


Aufgelesen

Unternehmungslust ist ansteckend.
Ralph Waldo Emerson, US-amerikanischer Schriftsteller,1803-1882


Zum Schluss etwas Nachdenkliches

Wer oder was gewinnt den Kampf um Ihr Herz?
Ein alter Indianer saß mit seinem Enkelsohn am Lagerfeuer. Es war schon dunkel geworden, und das Feuer knackte, während die Flammen in den Himmel züngelten. Nach einer Weile des Schweigens sagte der Alte: "Weißt Du, wie ich mich manchmal fühle? Es ist, als ob zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpften. Der eine ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere hingegen ist liebevoll, sanft und mitfühlend."

"Welcher der beiden wird den Kampf um Dein Herz gewinnen?" fragte der Junge.
Der Alte dachte nach. Dann antwortete er: "Der Wolf, den ich füttere."

Aus "Change your life" von Johannes Thiele


Zum Schluss

Für die bevorstehenden Feiertage wünsche ich Ihnen besinnliche Stunden,
die Möglichkeit zum Auftanken und Regenerieren im Kreise Ihrer Lieben
sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Ihr Eckart Armin Morat


Weitere Informationen

Es gibt noch viele weitere interessante Informationen bei der Morat-Akademie – besuchen Sie uns!

http://www.morat-akademie.de

Ich freue mich, wenn Sie mich weiter empfehlen.
Wenn Sie Anregungen, Lob oder Kritik haben, schreiben Sie bitte:

mailto:service@morat-akademie.de


Newsletter